Prüfungen Industriefachwirt

Industriefachwirt - IHK geprüfter Abschluss

Mit dem Geprüften Industriefachwirt erlangen Sie einen Abschluss auf der mittleren Ebene der IHK-geprüften Aufstiegsfortbildungen; auf derselben Stufe, wie die Industriemeister IHK.

Die IHK-Fachwirtebene ist nach dem Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen (DQR) der Niveaustufe 6 zugeordnet. Mit der Abschlussbezeichnung „Bachelor Professional“ wird dabei die Gleichwertigkeit zu akademischen Bachelorabschlüssen unterstrichen.

Die Qualifikation Industriefachwirt wird durch eine bundeseinheitliche IHK-Prüfung abgeschlossen. Ihre Prüfungsstelle bestimmt sich nach regionaler Zuständigkeit. Sie finden die richtige IHK nach Ihrem Wohnsitz, dem Lehrgangsort oder dem Sitz Ihres Arbeitgebers.

    Industriefachwirt - Wirtschaftsbezogene Qualifikationen

    Die Prüfung zum Industriefachwirt IHK gliedert sich in drei Teile.

    1. Teilprüfung: Wirtschaftsbezogene Qualifikationen
    2. Teilprüfung: Handlungsspezifische Qualifikationen
    3. Situationsbezogenes Fachgespräch mit Präsentation

    1. Prüfungstag - Wirtschaftsbezogene Qualifikationen

    • Volks- und Betriebswirtschaft (75 Minuten)
    • Rechnungswesen (90 Minuten)
    • Recht und Steuern (75 Minuten)
    • Unternehmensführung (90 Minuten)

    Bei einer ungenügenden Prüfungsleistung muss die entsprechnende Klausur wiederholt werden.

    Bei nur einer mangelhaften Prüfungsleistung, ist eine mündliche Ergänzungsprüfung von maximal 15 Minuten möglich. Die Bewertungen der schriftlichen Prüfungsleistung und der mündlichen Ergänzungsprüfung werden zu einer Note zusammengefasst. Dabei wird die Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistung doppelt gewichtet.

    Die Teilprüfung "Wirtschaftsbezogene Qualifikationen" ist insgesamt bestanden, wenn in allen Prüfungsleistungen am Ende mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden.

    Industriefachwirt - Handlungsspezifische Qualifikationen

    2. Prüfungstag

    • schriftliche Situationsaufgabe 1 (240 Minuten)

    3. Prüfungstag

    • schriftliche Situationsaufgabe 2 (240 Minuten)

    Die Punktebewertung für das Ergebnis der schriftlichen Prüfungsleistung ist aus den beiden gleichgewichtigen schriftlichen Teilergebnissen (Situationsaufgabe 1 und 2) zu bilden.

    Die mündliche Prüfung wird erst nach dem erfolgreichen Abschluss der schriftlichen Teilprüfungen durchgeführt.

    4. Prüfungstag

    • mündliche Situationsaufgabe ( Präsentation und situationsbezogenes Fachgespräch)

    Die Präsentationszeit soll 10 Minuten nicht überschreiten. Das Fachgespräch soll 20 Minuten nicht überschreiten.

    Das Thema der Präsentation wird von dem/der Prüfungsteilnehmer/in selbst gewählt. Die Themenstellung muss sich auf mindestens zwei der folgenden Handlungsbereiche beziehen:

    • Finanzwirtschaft im Industrieunternehmen
    • Produktionsprozesse
    • Marketing und Vertrieb
    • Wissens- und Transfermanagement im Industrieunternehmen
    • Führung und Zusammenarbeit

    Die Gesamtprüfung ist bestanden, wenn in allen Prüfungen mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden. Wer die Prüfung zum "Geprüften Industriefachwirt IHK" bestanden hat, ist auf Antrag vom schriftlichen Teil der Prüfung der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) befreit.

    Industriefachwirt - Situationsbezogenes Fachgespräch mit Präsentation

    Vorlage des Themenvorschlages:

    Sie reichen bitte im Rahmen der ersten schriftlichen Prüfungsleistung der Teilprüfung "Handlungsspezifische Qualifikationen" Ihren Themenvorschlag beim Prüfungsausschuss ein.

    Umfang des Themenvorschlages:

    Kurzbeschreibung der Problemstellung, des Ziels und eine inhaltliche Gliederung.

    Ablauf der mündlichen Prüfung:

    Bei der mündlichen Prüfung präsentieren Sie (10 Minuten +/- 2 Minuten) Ihre Ausarbeitungen, ggf. unter Einbezug alternativer Lösungen, und stellen sich anschließend dem Fachgespräch.

    Bereiten Sie dazu drei Ausdrucke Ihrer Präsentation (auf Papier) als Arbeitsunterlage für den Prüfungsausschuss vor und einen weiteren (auf Folien) sicherheitshalber für Sie zur Präsentation.

    Hilfsmittel zur mündlichen Prüfung:

    Zur Durchführung der Präsentation werden Ihnen von der IHK in der Regel folgende Hilfsmittel zur Verfügung gestellt:

    • Overhead-Projektor
    • Pinwand
    • Flipchart
    • Moderatorenkoffer

    Ein netzunabhängiger Taschenrechner und ein Lineal ist natürlich ebenfalls als Hilfsmittel zugelassen, ist jedoch von Ihnen selbst mitzubringen.

    In der Regel dürfen Sie über die genannten Medien hinaus auch geeignetes Anschauungsmaterial mitbringen oder andere Medien einsetzen bzw. zur Prüfung mitbringen (z. B. Laptop/Beamer).

    Bewertung der mündlichen Prüfung:

    Die Bewertung der Präsentation (33 % der Gesamtnote) bezieht sich vorwiegend auf:

    • die dargestellte Struktur der Präsentation (Form der Präsentation)
    • auf die fachliche Richtigkeit (Inhalt der Präsentation)
    • sowie auf Ihr Auftreten während der Präsentation (Verhalten während der Präsentation)

    Bei der Bewertung des situationsbezoqenen Fachgespräches (67 % der Gesamtnote) stehen

    • Ihre Fachkompetenz und
    • Ihre Kommunikationsfähigkeit

    im Mittelpunkt.

    Link zu weiteren Informationen

    Industriefachwirt IHK - Beispielthema mündliche Prüfung

    Themenvorschlag zur mündlichen Prüfung von XXX

    Thema:

    Konzept zur Umsetzung des Lehrgespräches als Standardmethode in der kaufmännischen Berufsausbildung zum Zwecke des verbesserten Wissenstransfers.  

    Kurzbeschreibung der Problemstellung:

    Die Auszubildenden in einer Metallbaufirma durchlaufen während ihrer Ausbildung alle Abteilungen des Betriebs. Währenddessen sollen sie die verschiedensten Arbeiten selbstständig erlernen und umsetzen.

    Jedoch wird das Können und Wissen des Auszubildenden nicht weiter vertieft und auch nicht überprüft.

    Kurzbeschreibung des Ziels:

    Es soll eine bessere Wissenssicherung und Weitergabe für die Auszubildenden durch die Einführung von Lehrgesprächen stattfinden, wobei das Erlernte auch überprüft wird.

    Grobgliederung:

    • Vorstellung des Unternehmens
    • Problemstellung und IST-Analyse
    • Lösungsvorschlag
    • Soll-Ablauf
    • Fazit

    Handlungsbereiche:

    • Wissens- u. Transfermanagement
    • Führung und Zusammenarbeit

    Industriefachwirt IHK - Klausuren

    Volks- und Bertriebswirtschaft Klausur

    • Volkswirtschaftliche Grundlagen
    • Betriebliche Funktionen
    • Existenzgründung / Unternehmensformen
    • Unternehmenszusammenschlüsse

    Rechnungswesen Klausur

    • Grundlegende Aspekte des Rechnungswesens
    • Finanzbuchhaltung
    • Kosten- und Leistungsrechnung
    • Auswertung der betriebswirtschaftlichen Zahlen
    • Planungsrechnung

    Recht und Steuern Klausur

    • Rechtliche Zusammenhänge
    • Steuerrechtliche Bestimmungen

    Unternehmensführung Klausur

    • Betriebsorganisation
    • Personalführung
    • Personalentwicklung

    Situationsaufgabe 1

    • Finanzwirtschaft im Industrieunternehmen
    • Marketing und Vertrieb
    • Produktionsprozesse

    Situationsaufgabe 2

    • Führung und Zusammenarbeit
    • Wissens- und Transfermanagement
    • Produktionsprozesse

    Industriefachwirt - Hilfsmittel zur Prüfung

    Einige Wochen vor der jeweiligen Prüfung erhalten Sie ein Einladungsschreiben der für Sie zuständigen IHK dem Ablaufplan, dem Prüfungsort sowie den zu der jeweiligen Prüfung zulässigen Hilfsmitteln.

    Als zulässige Hilfsmittel kommen je nach Klausur in Frage:

    • Taschenrechner
    • Gesetzestexte
    • IHK-Formelsammlung

    Anmeldung zum Lehrgang

    Frühzeitig anmelden sichert Vorteile! Denn erst nach Ihrer Anmeldung bei uns können Sie die Förderanträge stellen und somit das Genehmigungsverfahren frühzeitig einleiten.

    Alle unsere Kurse haben außerdem eine begrenzte Teilnehmerzahl. Somit vergeben wir die Plätze in der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen.

    Anmeldung zum Lehrgang

    Bei Fragen erreichen Sie uns telefonisch unter 
    0209 177 435 0 0209 177 435 0 Mo-Fr 10-15 Uhr

    Industriefachwirt - inhaltliche Schwerpunkte

    Unternehmensorganisation und -führung:

    • Aufbau- und Ablauforganisation
    • Organisationsentwicklung
    • Strategische und operative Planung
    • Projektmanagement
    • Unternehmerische Selbstständigkeit
    • Qualitätsmanagement
    • Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz

    Einkaufs- und Logistikstrategien, Absatz

    • Einkauf und Materialwirtschaft
    • Transportsysteme
    • Fertigungsprinzipien
    • Produktionsplanung und -steuerung
    • Entsorgung
    • Vertriebs- und Marketingmanagement
    • Wettbewerbs- und Markenrecht

    Rechnungswesen, Controlling

    • Buchführung und Bilanzierung
    • Kosten- und Leistungsrechnung
    • Controlling
    • Investitionsplanung und -management
    • Finanzmanagement

    Personalmanagement, betriebliche Ausbildung

    • Personalplanung und -beschaffung
    • Personalentwicklung
    • Personalführung
    • Mitarbeiterförderung
    • Entgeltformen
    • Ausbildung
    • Moderation und Präsentation

    Information, Kommunikation und Kooperation

    • Wissensmanagement
    • Zeit- und Selbstmanagement
    • Kreativitäts- und Entscheidungstechniken
    • Kommunikation und Konfliktmanagement
    • Interkulturelle Kommunikationsdimensionen

    Volks- und Außenwirtschaftslehre

    • Preisbildung auf Märkten
    • Kooperation und Konzentration
    • Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen
    • Konjunktur und Wirtschaftswachstum
    • Europäischer Binnenmarkt und Währungsunion
    • Kooperationen im Außenhandel
    • Organisationen im Außenhandel

    Recht und Steuern

    • Vertragsrecht
    • Verbraucherschutz
    • Sachenrecht
    • Handelsrecht
    • Rechtsformen von Unternehmen
    • Gewerberecht und Gewerbeordnung
    • Insolvenzrecht
    • Arbeitsrecht
    • Steuerrecht

    Industriefachwirt - Prüfungstermine

    Die Prüfungen für die bundeseinheitlichen Abschlussprüfungen zum Industriefachwirt finden zu festgelegten Terminen statt. Diese sind im Vorfeld über mehrere Jahre einsehbar.

    Die "Wirtschaftsbezogenen Qualifikationen" werden regelmäßig im März und im Oktober eines jeden Jahres geprüft.

    Die Prüfungen der "Handlungsspezifischen Qualifikationen" erfolgen dann im März bis April sowie im Oktober eines jeden Jahres.

    Beide Prüfungsteile können damit problemlos hintereinander abgelegt werden.

    Industriefachwirt - Voraussetzungen zur Prüfung

    Zur Teilprüfung "Wirtschaftsbezogene Qualifikationen" können Sie bei folgenden Voraussetzungen zugelassen werden:

    1. Sie haben einen mindestens dreijährigen kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf oder
    2. Sie haben einen sonstigen mindestens dreijährigen Ausbildungsberuf und danach mindestens 1 Jahr Berufspraxis oder
    3. Sie haben einen anderen Ausbildungsberuf und danach mindestens 2 Jahre Berufspraxis oder
    4. Sie haben keinen Ausbildungsberuf, aber mindestens 3 Jahre Berufspraxis.

    Zur Teilprüfung "Handlungsspezifische Qualifikationen" können Sie bei folgenden Voraussetzungen zugelassen werden:

    1. Sie haben die "Wirtschaftsbezogenen Qualifikationen" vor nicht mehr als fünf Jahren abgelegt und
    2. bei einem kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf (s.o.) mindestens 1 Jahr Berufspraxis oder
    3. bei einem sonstigen Ausbildungsberuf (s.o.) mindestens 2 Jahre Berufspraxis oder
    4. bei einem anderen Ausbildungsberuf mindestens 3 Jahre Berufspraxis oder
    5. ohne Ausbildungsberuf mindestens 4 Jahre Berufspraxis.

    Die geforderte Berufspraxis sollte in einem Industriebetrieb, im kaufmännischen oder verwaltenden Bereich, absolviert sein.

    Anmeldung zum Lehrgang

    Frühzeitig anmelden sichert Vorteile! Denn erst nach Ihrer Anmeldung bei uns können Sie die Förderanträge stellen und somit das Genehmigungsverfahren frühzeitig einleiten.

    Alle unsere Kurse haben außerdem eine begrenzte Teilnehmerzahl. Somit vergeben wir die Plätze in der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen.

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