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Karriere machen - Bildung und Karriereplanung

Karriere bezeichnet den beruflichen Werdegang. Eine gute Karriereplanung, Karriere machen und mehr verdienen - welche Rolle spielt Bildung für die Karriere. Beruflich aufsteigen, Herausforderungen meistern und sich das Ganze auch noch gut bezahlen lassen - in vielen Artikeln, Büchern und Coachings geht es um das richtige Mindset für den Aufstieg.

Dabei sind viele Hinweise zwar wirklich hilfreich, doch auch sehr allgemeingültig. Gutes Networking, Ziele vor Augen haben, planen und flexibel bleiben sind wichtige Grundregeln, doch ist Karriere ohne Bildung in der hoch spezialisierten Welt unmöglich. 

Neben beruflicher Ausbildung und Abitur haben auch weiterführende berufliche Bildungen einen Einfluss auf die Gehälter und die Stellung der Absolventen in der Gesellschaft. Doch wie kann jeder Karriere machen? Worauf kommt es bei der Karriereplanung an und lässt sich Karriere überhaupt kalkulieren oder messen?
 

Karriere machen - wohin führt der Weg?

Die berufliche Laufbahn wird allgemein als Karriere bezeichnet. Alle positiven Veränderungen, Jobwechsel und besonders wichtig: Der Aufstieg in der Unternehmenshierarchie und der Erwerb von Verantwortung werden als Karrierefaktoren gewertet.

Das richtige Mindset ist Voraussetzung

In der Menge der Fertigkeiten, die fürs Karriere machen elementar sind, finden sich immer wieder ähnliche Antworten rund um die zentrale Frage: Was ist für eine Karriere wichtig? Die 11 goldenen Regeln, um Karriere zu machen, wie sie vom Welt-Magazin als Werbung für ein Buch von Karrierecoaches gesammelt wurden, sind ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig ein gutes Mindset und bestimmte Techniken sein können - doch zeigen sie auch, dass diese mit Spezialisierung und Qualifikation wenig zu tun haben.

Von Hinweisen dazu, dass Karrierehungrige zielstrebig sein und Zeit ins Networking investieren sollen, bis hin zum Fakt, dass Konsequenzen für das Handeln aus gefassten Zielen entstehen, sind dabei leider nur wenige wirklich hilfreiche Tipps für Karrieren in konkreten Berufen oder individuellen Profilen zu finden. Der Weg zur Umsetzung der geplanten Karriere führt über Bildung und Erfahrung. Ein positives Mindset oder Soft Skills allein machen keine Karriere, doch bleiben wichtiges Begleitwerk.

Karriere bedeutet die Wahrnehmung von Bildungsmaßnahmen, um einen Aufstieg in der beruflichen Hierarchie zu vollziehen. Und dieser ist auch in der Höhe des Gehalts messbar.

Karriere Machen - Gehalt als Indikator

Offizielle Erhebungen, wie z. B. vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung messen das Einkommen im Verhältnis zum Bildungsstand.

Die Ergebnisse der aktuellsten Erhebung zum Lebensverdienst im Verhältnis zum Abschluss fasst das IAB im Kurzbericht von 2014 wie folgt zusammen: "Bildung lohnt sich ein Leben lang".

 

Höchster Bildungsabschluss Durchschnittlicher Lebensverdienst in Euro
Hochschulabschluss 2.320.000
Fachhochschulabschluss 2.002.000
Abitur 1.561.000
Berufsausbildung 1.325.000
ohne Berufsausbildung 1.083.000

Der ausführliche Bericht des IAB als PDF. 

Karriereplanung als erster Schritt

Als wichtige Grundlage für die Orientierung dient im ersten Schritt nicht, in welchen Berufen man viel Geld verdienen kann. Um beim Karriere machen im Beruf glücklich zu werden, müssen die persönlichen Fähigkeiten und Interessen an erster Stelle stehen. Wenn jemand mit handwerklichen Fähigkeiten gesegnet ist und nicht ruhig sitzen kann, wäre es absurd, die Karriere in der Wirtschaft zu planen.

Mögliche Karrierepfade verdeutlichen

Karrierepfade bedeuten eine Spezialisierung in eine bestimmte Richtung, welche die Ausübung verschiedener konkreter Berufe und Aufstiegschancen ermöglicht.

Zentrale Fragen beim Planen der Karriere sind:

  • Wo möchte ich mit welcher Tätigkeit hin?
  • In welchem Gewerbe und welcher Branche möchte ich ein bestimmtes Niveau mit welcher Grundtätigkeit ausüben?

Die Stufen der Karriere werden häufig mit dem Deutschen Qualifikationsrahmen eingeteilt, um allgemein messbar zu sein.

Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass die Fähigkeiten einer Person auf vergleichbare Abschlüsse zugeschnitten werden. Individuelle Fähigkeiten mögen dabei unbeachtet bleiben, doch erfolgt eine leichtere Einteilbarkeit auch für fachfremde Personen und diese universelle Einteilung macht Bildungsabschlüsse so notwendig.

Ein Profi im Fach sein und über Spezialwissen zu verfügen, ist schwer zu beweisen, wenn nicht eine offizielle Bildungseinrichtung bzw. Autorität dies beweisen lässt. Die Einteilung nach Qualifikationsrahmen erfolgt auf einem Niveau, welches den Grad des Abschlusses von Hauptschule, Ausbildung bis zum akademischen Studium oder vergleichbaren "Bachelor Professional" und "Master Professional" widerspiegelt.

Diese Abschlüsse haben den größten Einfluss auf die Karrierechancen. Sich auch ohne entsprechende Bildung zu qualifizieren ist möglich. Doch dauert die Qualifikation durch den Beweis anhand der praktischen Tätigkeit länger.

Wo Karriere planen?

Verschiedene Berufe lassen sich unterschiedlichen Gewerben und damit verbundenen Tätigkeiten und Geschäftsfeldern zuordnen. Möglichkeiten des Aufstiegs ergeben sich durch Bildung und den Beweis der Fähigkeiten.

Gewerbe | Typische Berufe | Weiterführende Bildungsmöglichkeiten für Karriereplanung | Mögliches Karriereziel (Beispiele für neue Aufgaben, Positionen und Berufe)

Gewerbe: Handel

  •  Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  • Groß- und Außenhandelsmanagement
  • Automobilkaufmann/-frau
  • Kaufmann/-frau für Büromanagemen

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten für Karriereplanung:

  • Wirtschaftsfachwirt
  • Betriebswirt
  • Fachkaufmann
  • Studium

Mögliches Karriereziel (Beispiele für neue Aufgaben, Positionen und Berufe)

  • Teamleiter
  • Abteilungsleiter
  • Niederlassungsleiter
  • Manager einer Region mit verschiedenen Niederlassungen

Gewerbe: Industrie

  • Industriekaufmann/-frau
  • Anlagemechaniker
  • Elektroniker
  • Zerspanungsmechaniker

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten für Karriereplanung:

  • Industriemeister
  • Industriefachwirt
  • Techniker
  • Studium

Mögliches Karriereziel (Beispiele für neue Aufgaben, Positionen und Berufe)

  • Schichtleiter
  • Ausbilder
  • Qualitätsprüfer
  • Stelle mit leitenden Aufgaben und Managementaufgaben

Gewerbe: Handwerk

  • Tischler
  • Metallbauer
  • Dachdecker
  • Maurer
  • Bäcker

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten für Karriereplanung:

  • Handwerksmeister
  • Techniker
  • Studium

Mögliches Karriereziel (Beispiele für neue Aufgaben, Positionen und Berufe)

  • Unternehmensgründung
  • Vorarbeiter
  • Wechsel der praktischen Tätigkeit hin zu Planung und Projektmanagement

Gewerbe: Verkehr und Logistik

  • Flugbegleiter/-in
  • Fachkraft - Straßen- und Verkehrstechnik
  • Zugverkehrsleiter/-in

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten für Karriereplanung:

  • Meister
  • Fachwirt
  • Techniker
  • Polier
  • Studium

Mögliches Karriereziel (Beispiele für neue Aufgaben, Positionen und Berufe)

  • Werkpolier
  • Verkehrsingenieur
  • Vermessungstechniker

Was kann ein guter Beruf für die Karriereplanung?

  • Aufstiegschancen durch Fort- und Weiterbildung
  • übergreifender, flexibler Einsatz in verschiedenen Gewerben, Branchen
  • deckt sich mit persönlichen Interessen und Fähigkeiten

Sie wollen sich über mögliche Karrierepfade zu Ihrem Beruf informieren? Auf der Plattform Berufenet der Bundesagentur für Arbeit finden Sie zu jedem Beruf unter "Perspektiven" passende Aufstiegsweiterbildungen, welche die Karriere- und Verdienstmöglichkeiten steigern.

Karriereplanung auch (lange) nach der Schule

Die Bilderbuchkarriere beginnt schon in der Schulzeit - so denken viele und fühlen sich im System aus Schulabschluss, Ausbildung, Studium und Beruf nach Jahren der Tätigkeit in einer selbst gemachten Sackgasse. Doch Spätzünder und alle, die sich im höheren Alter für eine neue Karriereplanung entscheiden wollen, haben heute sehr gute Chancen.

Das Prinzip des lebenslangen Lernens und die alternde Gesellschaft haben auch für über 40- oder 50-jährige Chancen eröffnet, sich in einem bestehenden Beruf zu spezialisieren oder sich in einer möglichst verwandten Tätigkeit neu zu orientieren. Der zweite Bildungsweg steht heute immer mehr Menschen als eine Chance zur Verfügung. Das Dogma der Bildung ist kein Hindernis.

Moderne Konzepte wie Bachelor Professional in Form des Fachwirts und Meisters und Master Professional in Form des Betriebswirts können ohne große finanzielle Rücklagen oder berufliche Unterbrechung für berufsbegleitende Qualifikationen genutzt werden.

Wie funktioniert gute Karriereplanung?

1. Karrieremindmap: Was kann ich und möchte ich

Um welche Tätigkeiten soll sich mein beruflicher Werdegang drehen? Welche praktischen und theoretischen Fähigkeiten liegen mir? Neben konkreten Fertigkeiten können hier auch passende abstrakte Fähigkeiten wie "planen, erklären, kalkulieren oder kreieren" aufgeschrieben werden.
Kollegen, Verwandte, Lehrer und eine Analyse des bestehenden beruflichen Alltags im Zusammenspiel mit anderen sind eine Hilfe.

2. Welcher Beruf passt zu mir

Das Ziel soll nicht sein, den sprichwörtlichen Bock zum Gärtner zu machen. Bereits früh bestehen Möglichkeiten der Orientierung durch Praktika, Ferienjobs und Infoveranstaltungen.
Wenn sich abzeichnet, dass der eingeschlagene Werdegang sich nicht eignet, lohnt sich der Wechsel! Durch Spezialisierung und beruflichen Aufstieg kann eine Karriere zwar von der ursprünglichen Tätigkeit abkoppeln, doch zufriedenstellend ist diese nur, wenn sie wirklich zur Person passt.

3. Organigramm - Welche Bildungsmöglichkeiten bestehen in den Berufen

Karriere planen bedeutetet, sich bestehender Chancen und Laufbahnen bewusst werden. Sind passende Berufe zu den Tätigkeiten gefunden, werden diese also mit allen der Weiterbildung, den dafür erforderlichen Zugangsvoraussetzungen und den zu erzielenden Karrieremöglichkeiten aufgelistet und verglichen.

4. Welche Stellen im Unternehmen kann ich mit diesen Bildungsmöglichkeiten erreichen

Wo soll die Reise hingehen? Karriere machen ist in der beruflichen Praxis mit Verantwortung, Management, Organisation, der Planung und Berechnung wichtiger Aspekte verbunden.

Was bringt z. B. ein bestimmter Abschluss der Ausbildung oder Aufstiegsfortbildung in bestimmten Berufen für Perspektiven? Sollte die Orientierung der Karriereplanung während der Ausübung eines Berufes erfolgen, sollten auch die Möglichkeiten im aktuellen Unternehmen geprüft werden.

Karriere machen ist Planungsfrage

Karriere planen und Karriere machen bedingen einander. Schulische Bildung, Ausbildung und Weiterbildungen sind wichtige Werkzeuge, die unabhängig vom Alter ergriffen werden können.
Besonders attraktiv sind berufsbegleitende Weiterbildungen bzw. Aufstiegsfortbildungen.

Bildung und Karriere - diese Verbindung lohnt sich auch aufgrund schneller wachsender Gehälter im Vergleich zum langwierigen und manchmal undankbaren "hocharbeiten".
Auch wenn Sie über die Fähigkeiten verfügen, diese zu beweisen, ist oft schwer möglich, wenn eine entsprechende Position aufgrund mangelnder Bildungsnachweise in weiter Ferne bleibt. Und auch wenn Kompetenzen in einem Einstiegsjob bewiesen werden - eine Person mit der gezielten Bildung für den Aufstieg wird bei Beförderungen bevorzugt.

Die Erfolgsaussichten einer Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt oder zumIndustriemeister bieten den Aufstieg in der Unternehmenshierarchie, neue Aufgabenbereiche und einen Gehaltsanstieg von etwa 20 Prozent direkt nach dem Erwerb des neuen Status. Je nach Anstellung, Verantwortung und Aufgabenbereich bestehen sehr gute Einkommensmöglichkeiten.

Dabei lohnt sich Karriere machen aufgrund vieler Faktoren: Absolventen einer Fortbildung berichten laut IHK-Umfragen neben einer Gehaltsverbesserung auch von einer Verbesserung aller Lebensfaktoren wie der Zufriedenheit durch ein besseres Ansehen auch im privaten Bereich.

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