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Unzufrieden im Job - diese 10 Tipps sorgen für Verbesserung

Die Kollegen nerven, Ihren Chef kennt man im Freundeskreis nur unter einem Tiernamen und wann war die Arbeit das letzte Mal interessant? In Umfragen zum Thema unzufrieden im Job geben bis zu zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer an, mit ihrem Job unzufrieden zu sein. Eine neue Stelle suchen wollen sich viele allerdings nicht - meckern auf hohen Niveau oder Perspektivlosigkeit und Existenzangst bei fehlenden Alternativen?

Unzufrieden im Job - was tun?

Ob die grauen Zellen acht Stunden am Tag im Tiefschlaf verbringen oder an einem stressigen Arbeitsplatz zum Glühen gebracht werden: Unzufriedenheit im Job kann nicht nur nerven, sondern langfristig auch krank machen. So wie bei Stress treten gesundheitliche Folgen auf - was sind Gründe für Unzufriedenheit?

Gründe für Unzufriedenheit am Arbeitsplatz

Sie sind unzufrieden im Job? Diese Gründe für Unzufriedenheit im Job werden häufig angegeben und sind ein Zeichen dafür, dass Sie früher oder später den Job wechseln sollten.

Gehalt und Wertschätzung

Ein geringes Gehalt wirkt sich stark auf die Zufriedenheit aus. Besonders unter einem Einkommen von 1.000 EUR sind Angestellte unzufrieden. Umso höher das Gehalt steigt, umso zufriedener sind Arbeiter damit. Eine Grenze findet sich laut Harvard Universität bei etwa 5.500 EUR. Doch der monatliche Gehaltscheck ist nicht die einzige Motivation von außerhalb: Unfreundliche Chefs, welche die Arbeit nicht wertschätzen oder noch verkomplizieren werden sind ebenfalls häufig ein Problem.

Kollegen

Mobbing oder sexuelle Belästigung sind Gründe, um so schnell wie möglich Hilfe zu suchen und den Job zu wechseln. Eventuelle gesundheitliche Folgen, wie Depression oder Angststörungen, sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Und auch wenn die Zusammenarbeit nicht harmoniert und die Aufgabenverteilung ungleich ist, kann emotionaler Stress entstehen - dieser ist für etwa ein Drittel ein Grund für Unzufriedenheit.

Unter- und Überforderung

Bore-out-Syndrom? Das klingt für Gestresste nach einem angenehmen Urlaubstrip. Doch es birgt ähnliche Symptome, wie bei zu viel Stress am Arbeitsplatz. So zu tun, als wäre man beschäftigt, und die Angst davor, bei plötzlich anstehender Arbeit nicht mehr das leisten zu können, zu was man vorher im Stande war, verursachen bei Betroffenen Antriebs- und Schlaflosigkeit sowie Magenproblemen oder Schwindelgefühle. Das Burn-out-Syndrom ist bekannter und tritt in Folgen von zu viel Stress auf Arbeit auf. Oft sind neben Stress am Arbeitsplatz auch Faktoren im Privatleben verantwortlich für das Risiko psychischer und physischer Folgeerkrankungen. Auch die Qualität der Aufgaben hat einen Einfluss: Ist die Menge eigentlich unwichtiger oder undankbarer Tätigkeiten zu groß, steigt die Unzufriedenheit.

Rahmenbedingungen

Eine schlechte Ausstattung am Arbeitsplatz kann so frustrierend sein, wie ein nerviger oder zu langer Arbeitsweg. Fehlende Möglichkeiten, den Arbeitsplatz mitzugestalten, stressige Großraumbüros oder fehlende soziale Unterstützung können ebenfalls Unzufriedenheit auslösen. Auch dauerhafte Probleme der Umgebung, wie eine nicht funktionierende Heizung, schlechte Luft, fehlende Klimaanlagen oder andere Umgebungsfaktoren werden mit Zufriedenheit in Verbindung gebracht. Störend sind auch Faktoren, welche die tägliche Arbeit erschweren. Komplizierte Hierarchien, Vorgaben zur Arbeitsteilung oder komplizierte Zuständigkeit und eine komplizierte Kommunikation können frustrieren und unglücklich machen.

10 Tipps für mehr Zufriedenheit im Job

Unzufrieden im Job? Von Jobwechsel, über bessere Work-Life-Balance, bis hin zum Sabbatical: Mit diesen 10 Tipps können Sie glücklicher werden.

1) Neuen Job suchen

Die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz bringt Frische in den Alltag. Ist die richtige Stelle gefunden und wurden alle Randbedingungen geklärt, steht dem neuen Arbeitsverhältnis nichts mehr im Weg. Experten raten sogar, nach sieben Jahren den Job zu wechseln, um Veränderung in den Alltag zu bringen und Aufstiegschancen nicht zu verpassen.

2) Arbeitsweise ändern

Über- oder unterfordert? Wenn Sie am Arbeitsplatz bleiben wollen oder müssen und Unzufriedenheit nicht in externen Faktoren gefunden werden kann, sollte die eigene Arbeitsweise überdacht werden. Gibt es Abläufe, die Sie optimieren können? Machen Sie genug Pausen? Gibt es Dinge im Berufsalltag, die sie sich durch bessere Organisation erleichtern oder Aufgabenfelder, die sie gern abgeben oder übernehmen würden? Ein Blick von außen kann die Verstrickungen des Alltags und von Gewohnheiten auflockern.

3) Gehalt verhandeln

Unzufriedenheit im Job kann manchmal mit dem extrinsischen Motivationsfaktor Gehalt zusammenhängen. Bei Gehaltsverhandlungen werden Ihre Erfolgschancen gesteigert, wenn Sie einen Überblick zu wichtigen Errungenschaften der Vergangenheit und gewinnbringenden Plänen in Zukunft zusammenstellen. Ein neuer Anreiz kann mit konkreten Zielen gefunden werden. Versuchen Sie z. B., eine Gehaltserhöhung zu erreichen, wenn der Umsatz akquirierter Neukunden einen bestimmten Betrag erreicht. Das signalisiert ihren Willen und motiviert zu neuen Taten.

4) Innerbetrieblich neu orientieren

Welche Möglichkeiten gibt es im eigenen Unternehmen? Welche Aufgaben können aus anderen Abteilungen übernommen werden? Gibt es die Option, sich bei Unzufriedenheit mit Kollegen versetzen zu lassen? Oft findet sich eine Lösung für Probleme im eigenen Unternehmen. Oft ist eine Fortbildung oder eine andere Qualifikation in Form der Aneignung überbetrieblicher Kompetenz ein Sprungbrett, das inner- und außerbetrieblich funktioniert.

5) Weiterbildung und Fortbildung als Karrieregarant

Bei Unzufriedenheit im Job ist auch eine Neuorientierung ein möglicher Ausweg. Weiterbildungen und Fortbildungen qualifizieren für neue Aufgaben, mehr Verantwortung und ein besseres Gehalt. Mit einem Blick auf die Unternehmensstruktur und im Gespräch mit den Vorgesetzten erfahren Sie, ob es Aufstiegschancen im Unternehmen gibt, oder ob Sie sich besser außerhalb des Unternehmens neu orientieren sollten.

6) Kollegen helfen

Unzufriedenheit im Job kann auch durch gute Taten überwunden werden. Kollegen zu helfen, die an ihrer Belastungsgrenze sind oder neue Kollegen bei der Orientierung zu unterstützen, kann dem Alltag eine neue positive Facette geben und Ihr Ansehen im Unternehmen steigern.

7) Freizeit planen und als Indikator nutzen

Eine schlechte Work-Life-Balance ist oft ein Grund für Unzufriedenheit im Job. Regelmäßig Freunde und Familie treffen und die freie Zeit gut zu planen, sorgt für positive Aussichten in der Arbeitswoche. Viele Erwerbstätige geben an, dass Sie beim Sport Stress abbauen und danach besser abschalten können. Keine Energie mehr für die Freizeit zu haben und schon am Samstag in Anbetracht des Montags schlechte Laune zu bekommen - das sind Symptome für Burn-out und ein Grund, sich neu zu orientieren.

8) Langfristig Ziele setzen

Dem Arbeitsleben eine neue Perspektive zu geben, funktioniert auch, indem langfristige Ziele gesetzt werden. Diese können mit dem Berufsleben zu tun haben, um grundlegende Unzufriedenheit mit dem Beruf anzugehen oder auf das Privatleben abzielen, um einen Faktor der Motivation zu erfüllen.

9) Sabbatical - hilft das wirklich?

Eine längere Auszeit vom Beruf, meist mit einer langen Reise verbunden - ein Sabbatical soll den eigenen Kopf und die Ziele neu ordnen oder die verpasste Weltreise nachholen. Ob Sie nach aber wieder Motivation für ihren alten Job haben? In den USA gehört ein Sabbatical für 15 Prozent der Firmen als Normalität wie ein Urlaub dazu. Fünf Prozent der Firmen zahlen die selbst gewählte Auszeit, um Angestellten eine Chance für individuelle Verbesserung zu eröffnen und das Unternehmen dadurch zu bereichern (weitere Fakten auch hier).

10 ) Neue Hobbys, Freizeitaktivitäten oder Freunde suchen

Vielleicht liegt die Unzufriedenheit im Job an persönlicher Unzufriedenheit. Der Freizeit einen neuen Anstrich zu geben sorgt für Abwechslung zum Arbeitsalltag, erweitert den Bekanntenkreis und sorgt für neuen Gesprächsstoff mit den Kollegen. Sport eignet sich, um Stress abzubauen und die gesundheitliche Belastung durch lange sitzende Tätigkeiten auszugleichen.

Unzufrieden am Arbeitsplatz - wie schaffe ich den Um- oder Ausstieg

Um sich innerbetrieblich zu verbessern, sollte Eigeninitiative gezeigt werden. Die tägliche Arbeit muss dafür ohne Probleme bewältigt werden. Sich über Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen zu informieren und Perspektiven und Möglichkeiten in der Zukunft in Aussicht zu stellen, mit denen das Unternehmen von Ihnen profitiert, sind gute Voraussetzungen. Sollte die Verbesserung im Unternehmen ausgeschlossen sein, muss geklärt werden, ob der Wechsel des Wohnorts möglich ist oder ob Optionen der Neuorientierung vor Ort vorhanden sind.

Veränderung nicht scheuen

Wenn Sie keinen positiven Gedanken für ihre Arbeit übrig haben, weder Kollegen noch Vorgesetzte mögen oder sich sogar Anfeindungen, Mobbing und Belästigung ausgesetzt sehen, sollten Sie sich Hilfe suchen und den Arbeitsplatz so schnell wie möglich wechseln. Ansprechpartner gibt es bei der Agentur für Arbeit oder in der Familie und im Freundeskreis. Auch Ärzte wissen heute, wie man mit Burn-out umgeht. Der Gedanke daran, dass es bei Unzufriedenheit im Job keine Alternativen gibt, ist oft ein Produkt aus Angst, die mit konkreter Planung und Beratung überwunden werden kann. Wer Angst vor Veränderungen hat, bleibt oft in der Situation hängen, die Unzufriedenheit hervorruft. Eine konkrete Übersicht mit den Fähigkeiten, Interessen, Wünschen und Perspektiven gibt Ihnen ein Bild darüber, was Sie verändern wollen und können. Unzufriedenheit im Job kann psychische, physische, Verhaltens- und Suchterkrankungen hervorrufen. Fort- und Weiterbildungen eignen sich für Arbeitnehmer aller Altersklassen und Qualifikationsstufen, um organisiert und mit Konzept und Expertise frischen Wind in die Beschäftigung und das Gehalt zu bringen.

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