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Weiterbildung als Fachkraft Metalltechnik Karriere & Aufstiegschancen

Fachkräfte für Metalltechnik eignen sich Kenntnisse für eine Karriere im Metall an. Welche Möglichkeiten der Fortbildung und Karriere gibt es?

Berufe in der Metallindustrie versprechen gute Gehälter und eine hohe Sicherheit. Selbst die rapiden Auftragsrückgänge zu Beginn der Coronapandemie konnten schnell wieder ausgeglichen werden und die Zahlen der Beschäftigten blieben im Vergleich zu vielen anderen Industrien und Branchen stabil. Mit der zweijährigen Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik erwerben Sie anerkannte Fähigkeiten und Wissen in der Metallindustrie. Die Ausbildung eignet sich besonders, wenn ein Einstieg in den Beruf gewählt wird, ohne dass sich Azubis direkt auf eine Fachrichtung festlegen.

Die weiterführende duale Ausbildung qualifiziert in einem Fachbereich, doch ist für eine anschließende Aufstiegsfortbildung zum Industriemeister Metall, zum Technischen Fachwirt, Techniker oder für ein Studium nicht unbedingt notwendig.

Welche Möglichkeiten der Weiterbildung eignen sich für Fachkräfte für Metalltechnik? Welche Zugangsvoraussetzungen und Kenntnisse müssen für welchen Karrierepfad vorhanden sein? Und welche Gehaltsunterschiede gibt es in den verschiedenen Weiterbildungsberufen?

Fachkraft für Metalltechnik Weiterbildung für Profis der Metallbearbeitung

Berufe in der Metallindustrie eignen sich für alle handwerklich Begabten, die zum Werkstoff Metall und den Fertigungstechniken eine Verbindung aufbauen können. Bloß nicht ins Büro – diese Aussage hört man häufig, wenn man Metalltechniker fragt, was sie zu einer Karriere in der Fertigung oder der Werkstatt bewegt hat. Gute Verdienstmöglichkeiten und das kollegiale Miteinander bei praktischer Tätigkeit machen die Karriere im Metall attraktiv. Doch worauf kommt es im Beruf an?

Aufgaben Fachkraft für Metalltechnik (IHK)

Die Aufgaben der Fachkraft für Metalltechnik variieren je nach Fachbereich, der für die zweijährige Ausbildung gewählt wird. Als Fachbereiche und zugehörige Aufgabenschwerpunkte entscheiden sich Azubis zwischen den folgenden Möglichkeiten.

  • Fachkräfte für Metalltechnik - Montagetechnik: montieren Bauteile, Baugruppen oder Maschinen- und Gesamtprodukte.

  • Fachkräfte für Metalltechnik - Konstruktionstechnik: montieren und fertigen Konstruktionen nach Maß.

  • Fachkräfte für Metalltechnik - Umform- und Drahttechnik: nutzen Umformungsverfahren für die Herstellung von Draht- und Metallprodukten.

  • Fachkräfte für Metalltechnik - Zerspanungstechnik: fertigen Werkstücke im spanabhebenden Verfahren.

Die Aneignung übergreifender Techniken und Verfahren ist denkbar. Dabei richtet sich der Ausbildungsinhalt im Unternehmen stark nach den Aufgaben, die im Berufsalltag erledigt werden. Fachkräfte für Metalltechnik lernen je nach Einsatzort und Unternehmen verschiedene Themen und Verfahren kennen - beispielsweise auch das Schweißen oder das Schmieden. Bei der Ausführung der Aufgaben kommt es auf Genauigkeit, technisches Verständnis, mathematische Grundkenntnisse und ein Händchen für die Fertigung an. Auch körperliche Fitness ist von Vorteil, denn einige Aufgaben erfordern Kraft und Ausdauer.

Arbeitsorte und Branchen Fachkraft für Metalltechnik (IHK)

Entscheidend für den Arbeitsort ist in erster Linie der Schwerpunkt, der während der Ausbildung ausgeübt wurde. Mögliche Arbeitsorte sind:

  • Betriebe der Metallindustrie und Elektroindustrie
  • Maschinen und Anlagenbau
  • Fahrzeugbau
  • Haushaltsgeräteindustrie
  • Metallbau
  • Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau
  • Baugewerbe
  • Metallumformung und Drahtherstellung
  • Metall be- und verarbeitende Industrie

Gehalt der Fachkraft für Metalltechnik (IHK) während und nach Ausbildung

Fachrichtung Gehalt Ausbildung* Gehalt Facharbeiter*</p>
Fachkraft für Metalltechnik - Montagetechnik 975,00 Euro - 1.050,00 Euro 3.360,00 Euro</p>
Fachkraft für Metalltechnik - Konstruktionstechnik 525,00 Euro - 1.100,00 Euro 3.360,00 Euro</p>
Fachkraft für Metalltechnik - Umform- und Drahttechnik 975,00 Euro - 1.100,00 Euro 3.524,00 Euro</p>
Fachkraft für Metalltechnik - Zerspanungstechnik 970,00 Euro - 1.100,00 Euro 3.640,00 Euro</p>
*alle Daten laut Berufenet der Bundesagentur für Arbeit und Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit</p>    

Weiterbildung Metalltechnik

Wie soll es nach der Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik weiter gehen? Von einer dualen Ausbildung zum Aufbau auf die Fähigkeiten der Orientierung bis zu einem Studium an der Universität gibt es viele verschiedene Wege, die unterschiedliche Zusatzqualifikationen erfordern.

Welche Weiterbildung eignet sich für Fachkräfte für Metalltechnik, welche Vor- und Nachteile haben diese und welche Zugangsqualifikationen sind notwendig?

Spezialisierung durch anschließende Ausbildung

In einer weiterführenden Ausbildung können Sie je nach Fachbereich weitere Qualifikationen zu verschiedenen Themen erwerben. Zu den möglichen weiterführenden Ausbildungen für Fachkräfte der Metalltechnik gehören Ausbildungen zum/-r:

  • Anlagemechaniker/-in,
  • Konstruktionsmechaniker/-in,
  • Metallbauer/-in Konstruktionstechnik,
  • Zerspanungs-, Industrie- oder Werkzeugmechaniker/-in,
  • Stanz- und Umformmechaniker/in

Die Vorteile einer Ausbildung liegen darin, dass das gewohnte duale Ausbildungsumfeld aus Unternehmen und Berufsschule für durchschnittlich weitere 1,5 Jahre im Beruf spezialisiert. Dabei werden Kenntnisse und Fertigkeiten sowie Qualifikationen erworben, welche das mögliche Monatsgehalt und die Verantwortung im Unternehmen weiter steigern.

Nachteil der anschließenden Ausbildung ist, dass das Niveau der Tätigkeit gleich bleibt und die Verbesserung im Vergleich zu anderen Fortbildungsmaßnahmen eher niedrig ist.

Fortbildung zum Industriemeister Metall (IHK) für Fachkräfte für Metalltechnik

Die Fortbildung zum Industriemeister Metall steht bereits ohne weitere Qualifikationen zur Verfügung. Für den Zugang zur Aufstiegsfortbildung muss die IHK-Prüfung der Ausbildung bestanden werden und genug Erfahrung im einschlägigen Beruf vorliegen. Weitere Fortbildungen wären Technische Betriebswirte und geprüfte Industriefachwirte.

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