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Weiterbildung Geprüfter Controller/Geprüfte Controllerin (IHK) – Karriere und Aufstieg

Organisationstalente aufgepasst! Controller/-innen übernehmen nach der Weiterbildung Aufgaben vom Management bis zur Prozessoptimierung. Wie gelingt die IHK-Weiterbildung? Welche Berufe und Studiengänge qualifizieren Sie für die Weiterbildung Controlling? Und warum lohnt sich der Karriereschritt?

 

Als Controller/-innen finden Sie ihren Weg an eine zentrale Stelle im Unternehmen – Sie analysieren betriebswirtschaftliche Vorgänge, Marktentwicklungen und widmen sich der Prozessoptimierung der Abläufe im Unternehmen.

Nach der Weiterbildung im Controlling besteht Ihre Aufgabe nicht nur im ausführenden Bereich. Als Organisationstalent implementieren Sie ein System für die Bewertung der Prozesse, führen und motivieren Mitarbeiter und nutzen Ihre Fachkenntnisse auch für die Optimierung wichtiger Projekte.

Die Zugangsvoraussetzungen zur Weiterbildung im Controlling sind eine abgeschlossene duale Ausbildung im kaufmännischen oder verwaltenden Beruf oder ein Studium mit entsprechender Berufserfahrung.

In der Weiterbildung wird auf den vorhandenen Fähigkeiten aufgebaut. Dabei lernen Sie in verschiedenen Kategorien, auf was es im Beruf ankommt, erweitern Ihre Sicht auf das Unternehmen und dessen Abläufe als Einheit und verbessern Ihre Management- und Führungsfähigkeiten.

Weiterbildung Controlling

Der Job der Controller/-innen war vor einigen Jahren noch stark mit dem Aufgabenfeld der Buchhaltung zu vergleichen, weswegen auch heute die Themengebiete in gemeinsamen Zusammenhang gebracht werden. Doch aktuell wandelt sich das Bild und Aufgabenfeld der Controller vom Berechner der Unternehmenskennziffer über die Analyse von Sparpotenzial hin zum Berater, der Abläufe anhand verschiedener Prämissen optimiert und mit den gesammelten Daten die Geschäftsführung berät.

Auf Niveau 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) mit dem Qualifikationstyp "Fachkaufmann/-frau (Geprüfte/r)" qualifiziert die Weiterbildung Geprüfter Controller/Geprüfte Controllerin (IHK) zum beruflichen Aufstieg auf eine Anforderungsstufe, die etwa mit dem akademischen Bachelor vergleichbar ist. Die Aufstiegsweiterbildung vermittelt Fachkenntnisse und Management-Fähigkeiten, welche Sie dazu befähigt:

  • ein System für die Analyse von Prozessen im Unternehmen zu installieren,
  • Daten zu sammeln und auszuwerten,
  • Prozesse anhand gesammelter Informationen und Möglichkeiten am Markt zu optimieren und
  • dabei die Geschäftsleitung und Projektleiter oder Manager zu beraten und auf das Personal einzuwirken.

Für diese Aufgaben sind kaufmännische Kenntnisse beispielsweise zu Berechnungen, Abläufen in der Buchhaltung und Wissen zu Hintergründen der Abläufe in allen Abteilungen des Unternehmens die Basis. Und um diese zu beweisen, kommt es auf vorher absolvierte Bildungsstufen an.

Zugangsvoraussetzungen zur Weiterbildung

Nach einer dualen Ausbildung im kaufmännischen oder verwaltenden Beruf befinden Sie sich auf Niveau 4 des DQR. Das Wissen aus der Berufsschule und der Praxis, welches von der IHK in einheitlichen Prüfungen abgefragt wird, bietet einen Grundstein. Als Zugangsvoraussetzung für die Weiterbildung zum/-r Controller/-in gelten:

  • abgeschlossene duale Ausbildung im kaufmännischen oder verwaltenden Beruf und
  • dreijährige Berufserfahrung im einschlägigen Berufsfeld
     

oder

  • ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftswissenschaften mindestens auf Bachelorniveau und
  • eine zweijährige Berufserfahrung im einschlägigen Berufsfeld

oder

  • Abschluss Gesellenprüfung in anerkannten Ausbildungsberuf und mindestens vierjährige Berufserfahrung

oder

  • mindestens sechsjährige Berufspraxis.

 

Die Zugangsvoraussetzungen für die IHK-Prüfung zum/-r geprüften Controller/-in müssen nicht immer den Zugangsvoraussetzungen der Weiterbildungskurse / Vorbereitungskurse entsprechen. Schließlich ist die Prüfung kompliziert und das Fachwissen aus den vorherigen Bildungsstufen eine wichtige Voraussetzung für das Verstehen der aufbauenden Inhalte.

Quelle: Weiterbildungsprofil für den IHK-Abschluss Geprüfter Controller/Geprüfte Controllerin Weiterbildungs-Inforamtions-System (WIS) der IHK.

Inhalte der Weiterbildung und berufliche Qualifikationen

Kostenrechnung und Kostenmanagement

Zu den Fachkenntnissen der Controller/-innen gehören Kenntnisse zu Unternehmenszielen, den Unternehmensformen sowie der Organisation und Unternehmenskultur.

Als eine wichtige Grundlage, welche auch die starke Verwandtschaft mit der Buchhaltung erklärt, gehören Verfahren der Kosten- und Leistungsrechnung zum kleinen Einmaleins der Controller/-innen. Im modernen Berufsbild gilt diese Grundlage auch der Entscheidungsfindung und Beratung, wenn beispielsweise mit Methoden des Kostenmanagements Abläufe im Unternehmen beeinflusst werden sollen, um diese zu optimieren.

Unternehmensplanung und Budgetierung

Verständnis der Instrumente des Controllings wie die Planung nach Analyse der Daten ist in diesem Feld eine erste wichtige Grundlage der Tätigkeit. Prozesse unter der Maxime der Zielfindung zu verstehen, definieren und organisieren ist in Beruf ein wichtiger Schritt, um Strategien zu entwickeln und umzusetzen. Das Budget spielt dabei eine zentrale Rolle.

Jahresabschlussanalyse

In enger Zusammenarbeit mit der Buchhaltung werden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nach Handelsrecht vorgenommen. Standards wie der IFRS sowie die Aufbereitung und Analyse des Jahresabschlusses liefern wichtige Grundlagen planerischer und beratender Tätigkeiten.

Berichtswesen und Informationsmanagement

Natürlich müssen die von Ihnen gemanagten Systeme zur Datengewinnung auch auf die konkreten Aufgaben abgestimmt sein. Sie liefern stetig Informationen getreu der Informationsversorgungsaufgaben und optimieren das Informationsumfeld des Controllings und die Maßnahmen der Datengewinnung, beispielsweise durch Digitalisierung der Abläufe. Dafür beachten Sie aktuelle Datenschutzbestimmungen.

Betriebswirtschaftliche Beratung

Als Conroller/-in entwickeln Sie eine eigenständigen Sichtweise und Bewertung auf das Unternehmen und interne Abläufe, die sich auch von denen der Geschäftsleitung unterscheiden können. Nach der Analyse der Strukturen im Unternehmen (Organisations- und Prozessstrukturen) entwickeln Sie Entscheidungsempfehlungen, die Sie gegenüber Entscheidern wie Managern oder der Geschäftsführung formulieren und/oder präsentieren.

Führungsaufgaben und Moderation

An einer wichtigen Schlüsselstelle, an der Sie die Informationen zusammenlaufen lassen, um dann Empfehlungen für alle Abteilungen und übergeordnete Abläufe zu entwickeln, nutzen Sie auch Ihre Sozialkompetenz, um Führungsaufgaben wahrzunehmen, Mitarbeiter anzuleiten und Projekte und Entwicklungen zu moderieren.

Gehaltsvergleich Controlling Weiterbildung

Nach der Weiterbildung und einem Lehrgang zum geprüften Controller (IHK) steigt Ihr Gehalt im Vergleich zu Ausbildungsberufen und lässt sich auch mit anderen Berufen auf Expertenniveau vergleichen.

Kaufmann/-frau – Einzelhandel: 1.915,00 EUR – 3.059,00 EUR (Median: 2.446,00 EUR)

Kaufmann/-frau - Groß- und Außenhandelsmanagement (Großhandel/Außenhandel) 2.549,00 EUR – 4.047,00 EUR (Median: 3.150,00 EUR)

Industriekaufmann/-frau: 2.808,00 EUR – 4.847,00 EUR (Median: 3.624,00 EUR)

Handelsassistent/in – Einzelhandel: 2.962,00 EUR – 4.144,00 EUR (Median: 3.475,00 EUR)

Einkäufer/in: 3.573,00 EUR – 6.150,00 EUR (Median: 4730,00 EUR)

Fachwirt/in – Wirtschaft / Industrie: 3.756,00 EUR – über 6.150,00 EUR (Median: 5.008,00 EUR)

Controller/in: 4.411,00 EUR bis 6.150,00 EUR (Median: 5.696,00 EUR)

Betriebswirt/in (BBiG)/M. Prof. Business Management: 3.756,00 EUR bis über 6.150,00 EUR (Median: 5.008,00 EUR)

 

Das hohe Durchschnittsgehalt der Controller/-innen überrascht: Laut der Werte der Bundesagentur für Arbeit ist es sogar über dem Entgeltniveau der Betriebswirte einzuordnen, obwohl die Weiterbildung sich nach BBiG auf Niveau 7 des DQR, also über dem Niveau der geprüften Controller, einordnet.

Die ermittelten Werte können dahingehend trügen: Manche Controller haben beispielsweise ein Studium auf Masterniveau absolviert oder können als Betriebswirte in der spezialisierten Expertentätigkeit der Controller tätig sein. Welche Bildungswege zu welchem Ende des Gehaltsspektrums der Berufe führen, geht aus den Daten nicht hervor.

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.

Aus den Daten erwächst kein Anspruch auf die Zahlung des Gehalts in entsprechender Höhe. Abweichungen ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Unternehmensstandorte, Unternehmensgrößen, Verantwortung und Erfahrung der Arbeitnehmer.

Lohnende Weiterbildung Geprüfte Controller/-in (IHK)

Mit Kompetenz kommt Verantwortung und das entsprechende Gehalt. Die Tätigkeit als Controller/-in ist mit einer sehr hohen Anforderung verbunden. Dafür beraten Sie Manager, Projektleiter und Geschäftsführung auf Augenhöhe und sind dafür verantwortlich, die von Ihnen gesammelten Daten und die Prozesse der Datenerfassung transparent zu gestalten und entsprechend zu präsentieren.

IHK-Weiterbildungen wie zum Controller, zum Fachwirt oder Betriebswirt gelten als lohnender Schritt in der Hierarchie des Unternehmens. Die Weiterbildungen können je nach Bildungsträger berufsbegleitend in Teilzeit absolviert werden, was eine maximale Flexibilität ermöglicht und durch die monatliche Berechnung auch eine gute finanzielle Skalierbarkeit bietet.

Absolventen der Weiterbildung geben mehrheitlich an, sich aufgrund der positiven Ergebnisse im Berufs- und Privatleben wieder für eine berufliche Weiterbildung zu entscheiden, wenn Sie erneut vor der Wahl stünden.

Im Bereich der Fachkaufleute nahmen im Jahr 2019 nur 146 Personen an der IHK Prüfung zum/-r Controller/-in teil. Davon bestanden 62 die Prüfung – ein vergleichsweise niedriger Schnitt. Mit dem Bestehen der schwierigen Prüfung nach der Weiterbildung zum Controller erhalten Sie dafür ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt mit sehr guten Karriereaussichten in allen Branchen.

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